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2001
Von Walter Schmidinger 2001 gewählt für die Rolle
des Konstantin Gawrilowitsch Trepljow in Die Möwe
(Anton Tschechow, Burgtheater Wien, Regie: Luc Bondy)
Biografisches
Jahrgang 1976. Ausbildung an der Hochschule für Schauspielkunst
Ernst Busch Berlin, Schauspieler in Hamburg, Berlin,
Dortmund, Wien.
Prägende Rollen
Kostja (Tschechow), Polyneikes (Sophokles), Sigismund (Calderon),
Robin (Sarah Kane), Roberto Zucco (Koltès),
Don Karlos (Schiller). Zahlreiche Rollen in Filmen (unter anderem:
Kalt ist der Abendhauch mit Fritzi Haberlandt).
Über August Diehl
Als Konstantin Gawrilowitsch Trepljow in Die Möwe
(Anton Tschechow) Burgtheater Wien, Regie: Luc Bondy
...man ist bekehrt, bezaubert, und weiß, das ist Theater,
wie es tiefer, bewegender nicht sein kann. Und alles geht uns
an, was sie denken, was sie tun, da auf der Bühne, die Arkadina
ebenso wie Konstantin, und alles ist von heute. Theaterglück.
Konstantin, wie er vor Eifer glühend den erhabenen Unsinn
seines Stücks mitspricht...
Ulrike Kahle, Magazin Theatertreffen Berlin 2001
Als Don Karlos in Don Karlos (Friedrich Schiller)
Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Regie: Laurent Chétouane
Allerdings wäre Chétouanes Rechnung ohne zwei Ausnahmespieler
nicht aufgegangen. August Diehl, der so ausdrucksstarke wie überzeugende
Kronprinz Karlos, und Devid Striesows rationaler Posa beherrschen
beide die Kunst, Bewegung in die minimalistische Statik des Spiels
zu bringen durch die Verfertigung von Gedanken beim Reden und
durch Gefühlstöne jenseits von hohlem Pathos.
Klaus Witzeling, Hamburger Abendblatt, 8. 3. 2004
Aus einem Interview über die Rolle des Jeff in dem Film
Love The Hand Way:
Jeff ist eine Rolle, die offen anfängt und offen aufhört.
Seine Person wird nicht groß eingeführt. Entweder der
Zuschauer akzeptiert sie oder nicht. Das war gerade das Reizvolle
für mich. Wenn man große Rollen hat, dann kann man
zwar sehr stark darstellen, aber es besteht die Gefahr, dass die
Figur an Geheimnis verliert. Bei Hauptrollen kontrolliere ich
mich ständig selber und frage mich: agierst du noch natürlich,
lässt du der Figur ihr Geheimnis? Mit Jeff konnte ich mich
ausleben, weil ich wusste, es sind vier, fünf Szenen, die
können ruhig extrem sein und fast ins Künstliche gehen.
Dirk Jasper, FilmstartLexikon, 2003
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